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Klinik für Gastroenterologie

Divertikulose und Divertikulitis

Bei einer Divertikulose stülpt sich die Darmwand nach außen. Die einzelnen Ausstülpungen werden als Divertikel bezeichnet, die sowohl im Dünndarm als auch im Dickdarm entstehen können. Die Ausstülpungen sind nicht gesundheitsgefährdend, können sich allerdings entzünden oder bluten und zu Komplikationen führen. In diesem Fall spricht man von einer Divertikulitis.

Divertikulose und Divertikulitis – Diagnose

Wenn ein Verdacht auf eine Divertikulitis besteht, tastet der Arzt zuerst den Bauchraum ab. Mithilfe einer Blutuntersuchung lässt sich eine Entzündung im Körper feststellen. Unter anderem ist dann die Anzahl der weißen Blutkörperchen erhöht. Weitere diagnostische Verfahren werden in der Regel beim niedergelassenen Arzt – in schweren Fällen auch in der Klinik für Gastroenterologie durchgeführt:

Bildgebende Untersuchungsverfahren
Um die entzündeten Divertikel zu lokalisieren, nimmt der Arzt eine Ultraschall-Untersuchung (Sonografie) oder Computertomografie (CT) vor. Während der CT können die Divertikel durch einen Kontrastmitteleinlauf sichtbar gemacht werden. Die Ausstülpungen füllen sich dabei mit Kontrastmittel und werden auf dem Röntgenbild als weiße Kugeln sichtbar. 

Die Sonografie zeigt eine Divertikulitis mit Imbibierung des umliegenden Fettgewebes. Das heisst, dass das Gewebe durchtränkt von Flüssigkeiten ist.

Darmspiegelung (Koloskopie)
Eine Darmspiegelung (Koloskopie) sollte bei begründetem Verdacht auf eine Divertikulitis nicht erfolgen. Denn in einem akuten Zustand der Krankheit besteht das Risiko eines Darmdurchbruches. Allerdings ist eine Darmspiegelung vier bis sechs Wochen nach Abklingen der Erkrankung unbedingt zu empfehlen. Auf diese Weise können andere Ursachen für die Entzündung ausgeschlossen werden.

Divertikulose und Divertikulitis – Behandlungsverfahren

Eine unkomplizierte Divertikulitis kann in den meisten Fällen auf konservativem Wege therapiert werden. Häufig ist es ausreichend, die Ernährung auf leichte Kost umzustellen, genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen und möglicherweise eine Antibiotika-Therapie durchzuführen. Bei schweren Verläufen der Divertikulitis oder bei auftretenden Komplikationen ist eine stationäre Aufnahme mit intravenöser antibiotischer Therapie unumgänglich. Die Behandlung erfolgt durch die Klinik für Gastroenterologie. Hier können auch Komplikationen der Erkrankung wie die Bildung von Abszessen (Abszedierungen) durch Drainagetechnik behandelt werden. Dies ist notwendig, um den Patienten in einen Zustand zu bringen, der die Operation ohne Anlage eines künstlichen Darmausgangs erlaubt.

Divertikulose und Divertikulitis – Operative Behandlungsverfahren

Die operative Behandlung von Divertikulose und Divertikulitis wird in der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am St. Anna Hospital Herne durchgeführt.

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