RESSORT WIRBELSÄULENCHIRURGIE UND SCHMERZTHERAPIE
(Leiter: Dr. Sebastian Ruetten)
E-Mail: spine-pain@annahospital.de
Der häufigste Grund für Arztbesuche sind Beschwerden und Verletzungen am Stütz- und Bewegungsapparat. Verschleißbedingte Erkrankungen der Wirbelsäule stehen zahlenmäßig im Vordergrund. Somit ist die Koppelung der Fachbereiche Wirbelsäule und Schmerztherapie vernünftig. Um heutzutage in einem Bereich umfassendes und aktuellstes Wissen in Diagnose und Therapie zu gewährleisten und spezifisch individuelle Behandlungskonzepte anbieten zu können, ist die Spezialisierung der Therapeuten sowie der in ein Gesamtkonzept integrierten Einrichtung notwendig. Dies bietet eine hohe Frequenz und damit Erfahrung und Fertigkeit in therapeutischen Maßnahmen.
Das Ressort Wirbelsäulenchirurgie und Schmerztherapie gewährleistet durch die organisatorische und medizinische Integration in das Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie die fachgebundene Mitbetreuung angrenzender Bereiche des Stütz- und Bewegungsapparates. Weiterhin existiert ein direkter Bezug zu allen Fachkliniken des Krankenhauses, externen Kooperationspartnern und niedergelassenen Ärzten. Hierdurch bestehen kurze Informationswege sowie kontinuierliche Präsenz von Personal und medizinischen Geräten. Das bei Wirbelsäulenerkrankungen notwendige komplette Spektrum in Diagnose und Therapie kann effizient und individuell eingesetzt werden. Zusätzlich wird im stationären und ambulanten Bereich auch bei spezifischen sowie fachübergreifenden Notfällen oder Komplikationen Tag und Nacht Maximalversorgung gewährleistet.
Somit besteht die ideale und notwendige Kombination von Spezialisierung mit gleichzeitiger Interdisziplinarität, d. h. der krankheitsbezogenen Zusammenarbeit mit verschiedenen medizinischen Fachdisziplinen in Diagnose und Therapie.
Um die entsprechende Wirksamkeit verschiedener Behandlungsmethoden beurteilen zu können, ist der aktuellste Kenntnisstand internationaler wissenschaftlicher Ergebnisse notwendig. Aktive Präsenz in Forschung und Lehre sowie Qualitätskontrolle des eigenen Vorgehens sind erforderlich. Die Beherrschung eines kompletten Spektrums diagnostischer und therapeutischer Verfahren ermöglicht ein angepasstes individuelles Behandlungsvorgehen und vermeidet Beschränkungen auf spezielle Therapieformen. Innovative Methoden und aktuellster technischer Stand helfen bei konservativer und operativer Therapie, bestmögliche Behandlungstrategien anbieten zu können. Für Schmerzerkrankungen der Wirbelsäule bietet die Koppelung der Bereiche Wirbelsäulenchirurgie und Schmerztherapie alle Möglichkeiten des kompletten konservativen bis operativen Spektrums.
Neben medizinischen Gesichtspunkten spielt heutzutage auch die Integration in das medizin-politische Umfeld eine wesentliche Rolle. Nur wenn die Einrichtung den notwendigen Anforderungen des Gesundheitssystems in qualitativer, organisatorischer und wirtschaftlicher Hinsicht entspricht, können Gelder und Kapazitäten zur Verfügung gestellt werden. Sie ermöglichen den Einsatz aktuellsten Know-hows und gewährleisten allen Patienten die Möglichkeit maximaler Versorgung ohne unangemessene Wartezeiten. Es gehört zu den Aufgaben einer großen Institution, durch aktive nationale und internationale Arbeit in Verbänden und Organisationen Fachwissen einzubringen und die zukünftigen Aufgaben mit zu gestalten sowie innovative Entwicklungen neuer Verfahren und Techniken mitzubestimmen.
Im Ressort Wirbelsäulenchirurgie und Schmerztherapie werden derzeit jährlich über 15.000 in- und ausländische Patienten stationär und ambulant oder konsiliarisch in anderen Fachbereichen untersucht und behandelt. Das Ressort deckt neben der Durchführung von Prävention und Rehabilitation das gesamte Spektrum konservativer, interventioneller und operativer Maßnahmen bei Erkrankungen, Unfällen und Schmerzsyndromen der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule in interdisziplinärer Vorgehensweise ab.
Einen besonderen Schwerpunkt stellen vollendoskopische Operationen der Wirbelsäule dar. Diese Techniken wurden hier neu und kontinuierlich weiterentwickelt. Es gehört international zu den führenden Wirbelsäulenzentren, die neben allen anderen Wirbelsäulenoperationen derartige vollendoskopische Eingriffe an der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule routinemäßig durchführen. Spezielle Techniken kommen weltweit nur hier zum Einsatz. Bisher wurden mehr als 6.000 Patienten mit diesen Techniken operiert. Derzeit werden hier zusätzlich zu konventionellen Wirbelsäulenoperationen aller Art jährlich über 1.000 vollendoskopische Eingriffe durchgeführt. Aufgrund kontinuierlicher, wissenschaftlicher Präsenz auf internationalen Kongressen und in Fachzeitschriften erfolgen regelmäßige Einladungen zur Präsentation der Methoden und Ergebnisse. Daher ist das Ressort Wirbelsäulenchirurgie und Schmerztherapie inzwischen zu einem international bekannten Ausbildungszentrum geworden. Regelmäßig hospitieren Ärzte aus der ganzen Welt, um sich über die Operationsmethoden zu informieren und fortzubilden. Zusätzlich finden regelmäßig Lehrveranstaltungen für Wirbelsäulenspezialisten statt, um mittels Live-Operationen und Workshops die neuen Verfahren zu erlernen.
"Die Erfahrung als eine der größten orthopädischen Kliniken hilft unserem Team bei allen Entscheidungen, die wir täglich für unsere Patienten treffen müssen."
Chefarzt Prof. Dr. Georgios Godolias
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